DSH Stoffübersicht

Der DSH-Kurs bereitet mit 20 Wochenstunden Unterricht in einem Semester auf die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang am Studienkolleg Coburg vor. Inhaltliche Schwerpunkte des Kurses orientieren sich am Aufbau der DSH.  

Schriftlicher Sprachgebrauch

Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes
Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, Vorlesungen und Vorträgen aus dem wissenschaftlichen Bereich mit Verständnis zu folgen, sinnvoll Notizen dazu anzufertigen und damit zu arbeiten.
 
Art und Umfang der Texte
Die Übungsbeispiele sollen der Kommunikationssituation Vorlesung/Übung angemessen Rechnung tragen. Die Texte sollen keine Fachkenntnisse voraussetzen, und wenn, dann nur solche, die Gegenstand eines vorausgegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Die Texte sollen je nach Redundanz im Umfang einem schriftlichen Text von nicht weniger als 5500 und nicht mehr als 7000 Zeichen (mit Leerzeichen) entsprechen.

Durchführung
Der Hörtext wird zweimal präsentiert. Dabei dürfen Notizen gemacht werden. Vor der Präsentation eines Prüfungstextes können Hinweise über dessen thematischen Zusammenhang gegeben werden. Die Angabe von Namen, Daten und schwierigen Fachbegriffen und die Veranschaulichung durch visuelle Hilfsmittel ist zulässig. Die Art der Präsentation soll der Kommunikationssituation Vorlesung/ Übung angemessen Rechnung tragen.

Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung ist abhängig von der Struktur des Prüfungstextes. Sie soll insbesondere das inhaltliche Verstehen und das Erkennen der Themenstruktur und der Textorganisation zum Gegenstand haben. Es können verschiedenartige und miteinander kombinierbare Aufgaben gestellt werden, z.B. Beantwortung von Fragen, Strukturskizze, Resümee, Darstellung des Gedankengangs. Eine zusammenhängende inhaltliche Wiedergabe eines Vortragsteils ist wesentlicher Bestandteil der Aufgabenstellung.

Verstehen und bearbeiten eines Lesetextes
Die Studierenden sollen Lesetexte verstehen und bearbeiten können und mit wissenschaftssprachlichen Strukturen umgehen können. Sie sollen sich mit den Inhalten diskursiv auseinander setzen können.

Art der Texte
Es werden weitgehend authentische, studienbezogene und wissenschaftsorientierte Texte vorgelegt, die keine Fachkenntnisse voraussetzen, und wenn, dann nur solche, deren Themen Gegenstand eines vorangegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Den Texten können z.B. eine Grafik, ein Schaubild oder ein Diagramm beigefügt werden. Die Texte sollen einen Umfang von nicht weniger als 4000 und nicht mehr als 6000 Zeichen haben (mit Leerzeichen).

Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung im Leseverstehen ist abhängig von der Struktur der Lesetexte. Das Textverstehen und die Fähigkeit zur Textbearbeitung können u.a. durch folgende Aufgabentypen überprüft werden:
- Beantwortung von Fragen
- Darstellung der Argumentationsstruktur des Textes
- Darstellung der Gliederung des Textes
- Erläuterung von Textstellen
- Formulierung von Überschriften
- Zusammenfassung
 
Die Aufgabenstellung im Bereich Strukturen beinhaltet das Erkennen, Verstehen und Anwenden wissenschaftssprachlich relevanter Strukturen. Diese Aufgabenstellung soll die Besonderheiten des zugrundegelegten Textes zum Gegenstand haben (z.B. syntaktisch, morphologisch, lexikalisch, idiomatisch, textsortenbezogen) und kann u.a. Ergänzungen, Fragen zum Verstehen komplexer Strukturen sowie verschiedene Arten von Umformungen (Paraphrasierung, Transformation) beinhalten.
 
Vorgabenorientierte Textproduktion
Die Studierenden sollen die Fähigkeit entwickeln, sich selbständig und zusammenhängend zu einem studienbezogenen und wissenschaftsorientierten Thema zu äußern.

Aufgabenstellung
Die Textproduktion sollte einen Umfang von etwa 250 Wörtern haben. Sie sollte jeweils mindestens eine der sprachlichen Handlungen aus den folgenden Gruppen beinhalten:
- Beschreiben, Vergleichen, Beispiele anführen,
- Argumentieren, Kommentieren, Bewerten.
Vorgaben zur Textproduktion können sein: Grafiken, Schaubilder, Diagramme, Stichwortlisten, Zitate. Sie darf nicht den Charakter eines freien Aufsatzes annehmen. Durch die Aufgabenstellung sollte ausgeschlossen werden, dass die Aufgaben schematisch durch vorformulierte Passagen gelöst werden können.

Mündlicher Ausdruck
Die Studierenden sollen die Fähigkeit entwickeln, studienrelevante sprachliche Handlungen (Erörtern, Bewerten, Exemplifizieren, Informieren, ...) spontan, fließend und angemessen auszuführen und zu rezipieren sowie mit relevanten Interaktionsstrategien (Sprecherwechsel, Kooperieren, um Klärung bitten, ...) umzugehen.

Aufgabenstellung und Durchführung der abschließenden mündlichen Prüfung
Die Dauer des Prüfungsgesprächs soll 20 Minuten nicht überschreiten. Die mündliche Prüfung besteht aus einem Kurzvortrag möglichst beschreibender Art von maximal 5 Minuten und einem anschließenden Dialog mit dem Prüfer von maximal 15 Minuten. Grundlage der mündlichen Prüfung soll ein kurzer, nicht zu komplexer und sprachlich nicht zu schwieriger Text und/oder ein/e Schaubild/Grafik sein. Zur Vorbereitung des Prüfungsgesprächs soll dem Kandidaten eine Vorbereitungszeit von maximal 15 Minuten gewährt werden.


Prüfungsvorbereitende Literatur
Anne Buscha und Susanne Raven: Erkundungen C1 KOMPAKT. Integriertes Kurs- und Arbeitsbuch, SCHUBERT-Verlag, Leipzig 2010
Karin Hall und Barbara Schreiner: Übungsgrammatik für Fortgeschrittene, Hueber Verlag, Ismaning 2010
Fazlic-Walter, Lohmann, Wagner: Mit Erfolg zur DSH (B2-C2). Übungsbuch - Neue Ausgabe (mit Audio-CD), Klett Verlag, Stuttgart 2012
Stein-Basler, Dorothea: Lerngrammatik zur Studienvorbereitung, Verlag Liebaug-Dartmann, Meckenheim 2008